Am 8. April 2014 wird nach über 12 Jahren der Support für Windows XP endgültig eingestellt. Das bedeutet, dass es keine Unterstützung und keine Aktualisierungen mehr geben wird, selbst wenn gefährliche Sicherheitslücken festgestellt werden sollten. Konkret heißt das, dass es gefährlich werden kann mit Windows XP ins Internet zu gehen.

Durch offene Sicherheitslücken kann Schadsoftware, wie Viren oder Trojaner, auf den Rechner gelangen. Oft geschieht das, ohne dass der Anwender etwas davon bemerkt. Beispielsweise wird der eigene Rechner auf diese Weise von Anderen gekapert und für eigene Zwecke benutzt, z. B. um Spam zu versenden oder andere Rechner anzugreifen. Auch das versenden sensibler Daten, beispielweise beim Online-Banking, ist dann hochgefährlich.

Was aber tun mit den PCs und Notebooks, die mit XP kamen? Diese Geräte sind teilweise nicht mal 7 Jahre alt. Für eine Aktualisierung auf ein neues Windows-Betriebssystem - wie Windows 7 oder 8.1 - sind diese Rechner aber nicht mehr leistungsfähig genug. Schon jetzt haben diese Rechner Schwierigkeiten, wenn ein aktueller Antiviren-Scanner - unter Windows ein absolutes Muss - eingesetzt wird. Das Surfen im Internet kann da schon mal zur Geduldsprobe werden. Bevor man den Rechner verstauben lässt oder ihn wegwirft - obwohl noch voll funktionsfähig - sollte man überlegen statt des Rechners das Betriebssystem zu wechseln. Das Betriebssystem - siehe Computerbegriffe kurz erklärt - ist die grundlegende Software auf dem Computer.

In den meisten Fällen ist auf dem Rechner Microsoft Windows installiert. Bei Apple Rechnern ist es Mac OS. Auch moderne Smaprtphones haben ein Betriebssystem, beim iPhone ist es iOS, bei Smartphones und Tablets von Samsung und vielen anderen Herstellern ist es Android. Nun ist Windows nicht das einzige Betriebssystem für PCs und Notebooks.

Seit den frühen 90ern gibt es ein freies Betriebssystem namens "Linux" - oder, wie es eigentlich heißt "GNU/Linux". In der Frühzeit dieses Betriebssystems konnte es nur von Computerspezialisten installiert werden. Doch schon seit einigen Jahren ist die Benutzung von Linux auch für Computer-"Normalnutzer" und Einsteiger kein Problem mehr. Anders als das kommerzielle und unfreie Windows ist Linux freie Software. Das bedeutet nicht nur, dass man Linux frei herunterladen, verteilen und verändern darf, sondern auch, dass viele Gruppen und auch Firmen ihr eigenes Linux heraus bringen. Man spricht in dem Zusammenhang von GNU/Linux-Distributionen.

Einige bekannte Linux-Distributionen sind Ubuntu, Debian, Suse und Fedora Linux. Und es gibt Linux-Distributionen für verschienene Rechner und Zwecke. Eine sehr bekannte und einsteigerfreundliche Linux-Distribution ist Linux Mint. Diese baut auf Ubuntu auf und hat sich auf Ein- und Umsteiger spezialisiert. Die Arbeitsoberfläche sieht aus wie auf dem folgenden Bild.

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Linux ist im Vergleich zu Windows-Systemen recht genügsam. Ein Antivirenscanner ist in der Regel nicht nötig. Deswegen ist GNU/Linux auch für ältere Rechner geeignet. Und wenn der Rechner all zu alt und schwach ist, dann gibt es auch spezielle Linux-Distributionen für alte Rechner. In der Regel ist Linux auf bis zu 10 Jahre alten Rechnern lauffähig.

Dabei werden Linux-Distributionen natürlich weiter unterstützt und mit Aktualisierungen versorgt. Ein GNU/Linux-System wie Linux Mint bringt tausende von Softwarepaketen mit, darunter auch schon von Windows bekannte wie Firefox oder die Office-Sammlung LibreOffice.

Aber Achtung: Beileibe nicht jedes für Windows verfügbare Programm ist auch für Linux verfügbar. Aber meistens gibt es einen guten oder sogar besseren und freien Ersatz. Einige Windows-Programme können auch mit einer so genannten Emulationssoftware zum laufen gebracht werden.

Aufgrund von Sicherheitslücken ist es sehr wichtig nur die aktuellsten Programmversionen zu benutzen, das betrifft insbesondere den Webbrowser. Bei Linux-Distributionen wird die Software zentral von einem so genannten Paketsystem verwaltet. Dieses sorgt dafür, dass die installierte Software immer aktuell ist, man muss sich also nicht, wie bei Windows, um jedes Programm einzeln kümmern. Es sind auch keine einzelnen Update-Programme, wie Google-Updater oder Firefox-Updater, nötig.

Ich hatte schon einige Kunden, die mit ihrem älteren Gerät zu mir kamen und auf denen ich Linux Mint installiert habe. Das alles natürlich mit einer kurzen Einführung und Erklärung. Übrigens ist es oft auch möglich, Linux neben Windows zu installieren ohne Windows gleich zu löschen (genügend Platz auf der Festplatte voraus gesetzt). Wenn Sie Interesse haben, auf Ihrem PC oder Notebook ebenfalls Linux zu installieren, dann kontaktieren Sie mich einfach unter info@compudus.de